Mitarbeiter unterstützen durch Kommunikationstraining 

Kompetenzentwicklung

Die veränderte Arbeits- und Lebensumwelt fordert uns Menschen heraus

Wir leben in Zeiten zunehmender Leistungsanforderung, Flexibilisierung und Arbeitsplatzunsicherheit (vgl. Rump/Eilers/Wilms, 2011, S. 20), sodass Schlüsselkompetenzen an Bedeutung gewinnen, um professionell auf hohem qualitativem Niveau handeln zu können.

Sowohl Qualität als auch Professionalität sind von zahlreichen Kompetenzen des Einzelnen abhängig. Neben fundiertem fachlichen Wissen, spielt hierbei die Reflexionskompetenz eine große Rolle sowie auch Flexibilität, Mobilität, ständige Lernbereitschaft und Anpassungsfähigkeit wichtige Parameter für den beruflichen Erfolg sind.

Wie kann man nun diese Kompetenzen bei Beschäftigten fördern? Wie kann ich selbst etwas tun, um meine Reflexionskompetenz zu schulen? Das multimodale Stressmanagement setzt in diesem Bereich an und fördert die erforderlichen Kompetenzen im Bereich der Stressbewältigung.

Was zeichnet Kompetenzentwicklung aus, bzw. was ist mit dem Begriff Kompetenz in diesem Zusammenhang eigentlich gemeint, fragen Sie sich möglicherweise. Als Kompetenzen werden Fähigkeiten bezeichnet, die uns ermöglichen kreativ und selbst organisiert zu denken und zu handeln, insbesondere in den Bereichen

  • personale Kompetenzen
  • sozial-kommunikative Kompetenzen
  • aktivitäts- und handlungsorientierte Kompetenzen
  • fachlich-methodische Kompetenzen

(Vgl. Erpenbeck/Sauter, 2013, S. 33)

Als fachlich-methodische Kompetenzen verstehen Erpenbeck und Sauter (2013) die Fähigkeiten das solide fachliche und methodische Wissen, über welches man bereits verfügt, in einer außergewöhnlich kreativen Art und Weise anwenden zu können, sodass auch scheinbar unlösbare Probleme gelöst werden. Fachwissen und Kompetenzen ergänzen sich.

Demnach geht es darum, das Fachwissen insbesondere dann einsetzen zu können und neue Pfade zu beschreiten, wenn es Probleme gibt. Probleme bedeuten im Allgemeinen jedoch auch Stress, da es eine Herausforderung zu bewältigen gilt. Bei einem mittleren Maß an Stress ist ein Höchstmaß an Leistungsfähigkeit möglich (Yerkes & Dodson, 1908, in Litzcke/Schuh, 2007 S. 12). Alles passt offensichtlich zusammen. Unverkennbar ist die Konstitution des Menschen auf Stress ausgelegt und kann diesen dann gut bewältigen, wenn auf Stressphasen, die durch erhöhte Anspannung gekennzeichnet sind, auch Phasen der Entspannung folgen.

Beständig und fortdauernd prasseln Stressauslöser auf uns ein, denen wir nicht ausweichen können und wer keine geeigneten Handlungsoptionen zur Bewältigung hat, sammelt die Stressoren an und bildet eine Art festes „Stress-Konto“, den Dauerstress. Das eigentliche Problem besteht darin, dass viele Menschen unter chronischem Stress leiden, ohne sich dessen bewusst zu sein. Ihnen fehlen die Regenerationsphasen und auf lange Sicht führt dies zum Leistungsabfall, der zunächst unentdeckt bleibt.

Unter dauerhafter Anspannung jedoch ist es fast undenkbar Kreativität zu beweisen, da das kognitive Leistungsniveau sinkt. Die höheren kognitiven Funktionen, zu denen Kreativität zählt, fallen zu aller erst aus (vgl. Litzcke/Schuh, 2007, S. 24). Stresskompetenz fördert erkennbar die Lernfähigkeit und erhält das kognitive Leistungsniveau.

Den ganzen Beitrag, aus dem Sammelband „Lebensphasenorientierte Weiterbildung“ erschienen im Gabal Verlag, Offenbach -  erhalten Sie als Download > PDF Link: Sammelband Urteil Stress Salvaggio